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Die rechten Nutznießer

Süddeutsche Zeitung ,26.07.2018, by Andrea Rexer.

“Vor zehn Jahren brach die Finanzkrise aus. Auch wenn sich die Wirtschaft wieder erholt hat, sind die Folgen bis heute zu spüren. Sieht man sich an, wer profitiert hat, tun sich überraschende Erkenntnisse auf”.

Die Protestcamps haben sich längst aufgelöst, den Banken wurden strengere Regeln verpasst, die Aktienmärkte florieren wieder, und die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie schon lange nicht mehr: Zehn Jahre nach Ausbruch der internationalen Finanzkrise scheint die Welt zumindest in Deutschland wieder in Ordnung zu sein. Fast könnte man meinen, dass man dieses Kapitel der Geschichte zuschlagen kann. Dass man den Tag, an dem die Banker in New York mit Pappkartons aus dem Gebäude am Times Square liefen, in die Geschichtsbücher verbannen kann. Zum zehnten Mal jährt sich am 15. September 2018 die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers, die vielen als Startpunkt der weltweiten Finanzkrise gilt.

Doch wie so oft trügt der schöne Schein.

Es gibt eine ganze Reihe von Folgen der Krise, die wir bis heute spüren – und zwar nicht nur im Wirtschaftsleben. Eine brisante Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) stellt einen direkten Zusammenhang zwischen Finanzkrisen und dem Erstarken populistischer Parteien am rechten und linken Rand her. Die AfD, die österreichische FPÖ, die italienische Lega oder der amerikanische Präsident Trump – ihr Erfolg überrascht nicht, wenn man die historischen Daten der Ökonomen sieht. “[…]”

 

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